„Luxusimobilien – Die Preise fallen, aber nur langsam“

Beim luxusblogger.de titelt ein neuer Artikel „Luxusimobilien – Die Preise fallen, aber nur langsam“. Worauf basiert diese Erkenntnis?

In Moskau legten die Preise „der ersten Adressen“ im Jahr 2006 laut luxusblogger.de um 75% zu. Im Jahr 2007 lag die Wertsteigerung „lediglich“ bei 35%. Über diese beiden Jahre berechnet ergibt das eine Preissteigerung von 136,25%. Bei solchen Renditen kann über die nächsten paar Jahre der Wertzuwachs vollkommen stagnieren und man hat trotzdem ein überperformendes Anlageobjekt. Der Chart basierend auf diesen Zahlen verdeutlicht dies optisch, und zeigt auch keinen Preisverfall.

Betrachtet man allerdings nur die Prozentpunkte, und diese vom vorhergehenden Jahr isoliert, so sieht man, daß tatsächlich etwas sinkt:

Es sind allerdings nicht die Preise sondern einzig und alleine das Wachstum selbst. Ich glaube nicht, daß dies in diesem Segment mit der Subprime-Krise zu tun hat sondern nur mit dem sogenannten Grenznutzen. Während meiner Studienzeit wurde uns der sinkende Grenznutzen so nähergebracht:

Man kommt am Abend in die Bar und möchte ein Bier. Der Grenznutzen ist 5 wobei das Bier 3 kostet -angenommen 1 Geldeinheit hat hier den Grenznutzen 1. Beim zweiten Bier ist der Grenznutzen 4 -man ist ja schon zufriedener. Beim dritten Bier ist der Grenznutzen bei 3, und es kostet nach wie vor 3. Man ist schon ein bissl betrunken, und weiss nicht, ob es noch ein Bier sein muss, und ob man es überhaupt will. Jedes weitere Bier wird nicht konsumiert, da der Grenznutzen ein bier zu trinken geringer ist als der Grenznutzen eine Geldeinheit zu behalten.

Das Verhältnis Grenznutzen/Preis bei Luxus-Immobilien ist also selbst in Moskau noch lange größer als 1. Übrigens: Eine Flasche (1L) Wodka kostet in Russland soviel wie eine Flasche Bier (0,5L) in Wien.

Prost

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