Aktien, Geld, Gold und Immobilien

Ich habe bewußt zur Finanzkrise seit Mitte September keine Artikel mehr veröffentlicht. Seither hat sich viel getan, aber die Entwicklung der Krise ist immer noch nicht absehbar. Die Meinungen in einschlägigen Internetforen schwanken zwischen den Extremen „Krieg, Strassenschlachten, Hungersnot, Währungsschnitt, Hyperinflation“ und „massive Rezession, aber kein Zusammenbruch des Finanzsystems“. Die sonst so optimistischen Fernsehsendern n-tv, N24, CNBC und BLOOMBERG-TV bieten leider auch keine fröhlicheren Aussichten.

Immobilien retten über die Krise

Die ersten Banken geben relativ konkrete „Warnungen“ an ihre Kunden weiter. So informiert die 100% Tochter der Grazer-Wechselseitigen-Versicherung, die Capital Bank ihre solventen Kunden:

In beiden „Extremen“ gehören Immobilien zur sicheren Anlage. Das Verständnis für die dargestellten Portfolios muss jedoch nicht in wertsteigernder Veranlagung sondern rein in der Rettung von Vermögen und Erhalt der Kaufkraft über die Zeit der Krise liegen. Immobilien überstehen Hyperinflation, Hungersnot und Währungsumbrüche in der Regel besser als auf Papier gedruckte Versprechungen (Bargeld, Aktien, Fonds, etc.).

Der optimale Krisenplan…

…existiert nicht. Nur aufmerksames Sammeln aller Informationen, Bildung einer eigenen Meinung und, so schwer es fällt, der Blick in die Kristallkugel kann einen Ausblick auf die Zukunft geben. Noch hat man die Möglichkeit schnell zu reagieren und sich vorzubereiten.

7,9% mehr Fälligstellungen bei US-Krediten

Interessant ist die geografische Darstellung von fällig gewordenen Krediten aus der Subprimekrise in den USA. Die „New-York Times“ berichtet , daß in den USA 4,8 Mio. Kredite fällig geworden sind, was einem Zuwachs von 7,9 % seit Dezember bedeutet.

Wie deutlich ersichtlich ist haben vor allem die variabel verzinsten Kredite enorme Probleme.

Durch den Boden

Die Subprime Krise in den USA läßt die Wohnflächenpreise durch den Boden gehen -jeder weiß Bescheid. Wie tragisch die Krise in den USA ist zeigt „The Economist“ in einem Artikel von Ende Mai. Nach dem „S&P/Case-Shiller national house-price index“ brach der Immobilienmarkt in den USA innerhalb eines Jahres imersten Quartal 2008 um über 14% ein. Dies entspricht einer stärkeren Entwertung als sie von der großen Depression vielen Amerikanern noch bekannt ist. Ich bin schon auf weitere schön gestaltete Grafiken gespannt, welche die Angst im Immobilienmarkt weiter schüren. „The Economist“ legt sicher nach.