Viel Geld, inhaltlich schwach: die MIPIM

Welche Trends gab es auf der MIPIM, werde ich oft gefragt. Also, ich finde: keine. Oder kaum welche. Inhaltlich war die Messe langweilig, was da an Innovation verkauft wurde ist lächerlich (dennoch gab es zwei Zelte dazu).

Die MIPIM als Netzwerk-Plattform funktionierte hingegen wieder prächtig. Und Kapital schwirrt herum, dass es beängstigend ist. EHL fasst die Auswirkungen des Investitionsdranges so zusammen:

  • Die Stunde der Big Player: Besonders stark ist die Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten mit Volumina von mehr als EUR 100 Mio. In erster Linie sind dabei Pensionsfonds, Investmentfonds, Staatsfonds und Versicherungen aktiv.
  • Globales Geld strömt nach Europa: Der günstige Wechselkurs, die billigen Refinanzierungsmöglichkeiten im Euro sowie die Möglichkeit zu starker regionaler Diversifizierung locken in großem Stil globale Investoren, insbesondere aus Asien und Nordamerika, in die Eurozone. Besonders gefragt sind die deutschsprachigen Länder.
  • Investoren setzen auf Forward Purchases: Der Mangel an fertiggestellten Objekten motiviert Investoren, Entwicklungsprojekte bereits in sehr frühen Stadien in Form von Forward Purchases (Terminkäufen) zu erwerben.
  • Alle Nutzungsarten sind stark nachgefragt: Ein Ausweichen in weniger gesuchte Immobiliensektoren ist kaum mehr möglich, da mittlerweile Objekte aus allen Nutzungsbereichen stark nachgefragt sind.
  • Entwickler nehmen mehr Risiko: Die guten Aussichten, fertiggestellte Projekte zu sehr attraktiven Preisen zu verkaufen, die niedrigen Zinsen und die Bereitschaft der langfristigen Investoren, bereits lange vor Fertigstellung Objekte zu kaufen, motivieren zur Entwicklung spekulativer Projekte. Außerdem führt dies zu einem überproportionalen Anstieg der Grundpreise.

Artikel von Rolletts Immobilien Blog http://ift.tt/1Pt6FZr

Kommentare

Kommentar schreiben




*